Hofrezepte

Unser Bauerngarten bietet gerade im Spätsommer und Herbst immer noch eine große Auswahl für die Küche. Neben Kartoffeln und Kürbissen kommen jetzt Sellerie, Porree und verschiedene Würzelgemüse groß raus. Dazu gesellen sich Spinat, Zuckerschoten und viele leckere Kleinigkeiten.

Im September starten wir wieder mit der Schlachtung unserer Rinder. Auch das Fleisch unserer Tiere wird auf dieser Seite natürlich verwendet. Wir wünschen euch viel Freude beim Nachkochen und Genießen!

 

(Alle Rezepte sind für sieben gute Esser berechnet.)

Kürbisbrot

600 g Dinkelmehl Type 630

100 g Roggenmehl Type 1150

100 g Kürbiskerne (gerne aus der Steiermark)

250 g Kürbispüree, fest

15 g Salz

35 g Honig

150 g Naturjoghurt 3,8%

1 Würfel Hefe

200 - 250 g lauwarmes Wasser (je nach Konsistenz des Kürbispürees)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf das Wasser in eine Schüssel oder in die Küchenmaschine füllen. Zuerst nur zwei Drittel des Wassers dazugeben, alles verkneten. Sollte der Teig zu fest sein, nach und nach das restliche Wasser dazu geben und den Teig gründlich mehrere Minuten kneten. Dann gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Die Arbeitsplatte mit Mehl bestreuen, den Teig auf die Fläche geben, nochmal durchkneten und zu einer Kugel formen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Brotlaib mit der glatten Seite auf das Papier legen und mit Mehl betreuen. Nochmal gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 250°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Blech auf die mittlere Schiene des Ofens einschieben und das Brot zehn Minuten bei 250°C backen. Dann den Ofen auf 200°C runterregeln und weitere 40 Minuten backen lassen.

Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen an der Unterseite hohl klingt.

Kürbiskuchen

150 g Zucker

150 g Butter

1 Päckchen Vanillezucker

1 Prise Salz

3 Eier

1/2 TL Zimt

300 g Dinkelmehl

300 g Kürbispüree (einen Kürbis, zum Beispiel Hokkaido oder Futsu Black halbieren, entkernen, würfeln und mit wenig Wasser garkochen, anschließend pürieren)

1 Päckchen Backpulver

5 Äpfel, geschält & entkernt, in kleinen Stückchen

75 g gehackte Walnüsse

1-2 EL Zimtzucker

Zubereitung:

Eine Springform mit Backpapier auslegen.

In einer Rührschüssel oder in der Küchenmaschine die Butter, den Zucker sowie den Vanillezucker und das Salz schaumig rühren. Jedes Ei einzeln gründlich unterlaufen lassen. Das abgekühlte Kürbispüree, Mehl, Backpulver und Zimt zügig unter die Ei-Butter-Masse rühren.

Die Äpfel und die Nüsse unterheben. Die Masse in die Springform geben und mit Zimtzuckert bestreuen. Den Kuchen in den kalten Ofen auf der unteren Schiene bei 160°C ca. 50 Minuten backen. In der Form 10 Minuten abkühlen lassen, dann den Ring entfernen.

Der Kuchen schmeckt am Folgetag fast noch besser wie frisch und freut sich über einen Klecks Schlagsahne als Begleitung.

 

Kartoffelgratin

1800 g Kartoffeln, geschält

30 g Butter (zum Ausstreichen der Auflaufform)

1 Knoblauchzehe

600 ml Sahne

600 ml Milch

Salz, Pfeffer & frischgeriebene Muskatnuss

2 frische Lorbeerblätter

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250g mittelalter Gouda

Zubereitung:

Die Kartoffeln ganz dünn hobeln, möglichst mit der Küchenmaschine. Mit der Butter eine große Auflaufform ausstreichen und mit der gepellten Knoblauchzehe die Form ausreiben. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die restlichen Zutaten in einem großen Topf aufkochen, kräftig abschmecken und die Kartoffelscheiben zugeben. Alles vermischen, nochmal aufkochen und dann in die Auflaufform geben. Auf der mittleren Schiene ca. 40 Minuten garen.

Den Käse reiben, auf die Kartoffelmischung geben und den Grill zuschalten. Wenn der Käse eine goldbraune Farbe hat, ist das Gratin servierfertig.

Frikadellen mal anders

1000 g Rinderhack

2 trockene Brötchen, in Wasser eingeweicht und ausgedrückt

3 EL Tomatenmark

3 EL kleine Kapern

1 TL Currypulver

1 TL Paprika edelsüß

Salz & Pfeffer

2 Zwiebeln, fein gewürfelt

3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt

2 Eier

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Butterschmalz

Zubereitung:

Alle Zutaten gründlich miteinander verkneten. in einer beschichteten Pfanne etwas Butterschmalz auf mittlerer Hitze schmelzen. Mit den Händen 10 -12 gleichgroße, runde Frikadellen formen und in zwei Portionen anbraten. Dazu die Fleischklopse in die Pfanne legen, ca. fünf Minuten warten und erst dann wenden. Einen Deckel auf die Pfanne legen, damit die Frikadellen gut durchgaren.

Alternativ die Frikadellen nur anbraten, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Backofen bei 100°C garziehen lassen.

 

Dieses Rezept funktioniert auch mit unserem leckeren Mangold. Dafür erntet ihr zwei bis drei Stauden.

Spinattarte & Spargeltarte

Hefeteig:

500 g Dinkelmehl

1 Würfel Hefe

290 ml Wasser, lauwarm

2 EL Rapsöl

1 TL Salz

1 TL Zucker

Belag I:

25 g Butter

2 Stangen Knoblauch oder drei Zehen

1 Zwiebel

125 g Schinkenwürfel

1 weißes Sieb frischer Spinat, verlesen und gewaschen

Belag II:

500 – 600 g bissfest gegarter Spargel

125 g Schinkenwürfel

1 EL frisch gehackter Thymian

Guss:

200 g Saure Sahne

400 g flüssige Schlagsahne

250 g Schmand

8 Eier

400 g Gouda mittelalt, gerieben

Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Hefeteig in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer einen geschmeidigen Hefeteig zubereiten. (Wichtig: Bei Temperaturen über 40 °C stirbt die Hefe ab und der Teig geht nicht mehr auf.) Eine Stunde abgedeckt gehen lassen, dann den Teig nochmal kurz kneten und auf Blechgröße (45x38 cm) ausrollen.

 

Für den Spinatbelag die Butter in einem großen Topf zerlassen, in der Zeit den Knoblauch wie Porree waschen und nur den festen Schaft würfeln. Ebenso die Zwiebel pellen und in Würfel schneiden und zur Butter geben. Kurz anschwitzen, dann bei mittlerer Temperatur den gut abgetropften Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Anschließend den Spinat auf ein Sieb geben, etwas abkühlen lassen und auf eine Hälfte des Hefeteiges verteilen. Die Schinkenwürfel auf das Gemüse streuen.

 

Für den zweiten Belag den Spargel mit den anderen Zutaten mischen und auf der zweiten Hälfte des Bleches verteilen.

 

In einer größeren Schüssel die Zutaten für den Guss verrühren und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

 

Gleichmäßig über Spinat und Spargel verteilen und glattstreichen.

 

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C etwa eine ¾ Stunde auf der mittleren Schiene abbacken.

 

 

 

 

 

 

Biergulasch

40 g Butterschmalz

1200 g Gulasch vom Rind

3 Knoblauchzehen

550 g Fleischtomaten oder 1 kleine Dose gehackte Tomaten

4-5 Zwiebeln

0,5 l helles Bier

2 EL Senf, süß & grob gemahlen

1/2 TL Kümmel

Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Das Butterschmalz in einem backofengeeigneten Topf erhitzen, das Gulaschfleisch (in Würfel geschnitten) zugeben und kräftig anbraten. Dann die kleingeschnittenen Tomaten, den gehackten Knoblauch und die Zwiebeln in groben Würfeln zugeben und ebenfalls anbraten. Die Gewürze (außer Pfeffer) zugeben und mit dem Bier aufgießen.

Mit Deckel im Backofen bei 170°C ca. 2,5 Stunden schmoren. Anschließend abschmecken mit Salz & Pfeffer.

Dazu schmeckt Kartoffelpüree oder Schupfnudeln.

Cabonara vom Spaghettikürbis

4 Spaghettikürbisse

etwas Salz

8 EL Olivenöl

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400 g Schinkenspeck

4 Zwiebeln

4 Knoblauchzehen

250 ml Sahne

250 ml Milch

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

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250 g herzhafter Käse (Parmesan, Bergkäse o. ä.)

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Schnittknoblauch oder Schnittlauch

Zubereitung:

Die Spaghettikürbisse waschen und der Länge nach halbieren. Die Kerne entfernen, aber das Fruchtfleisch stehen lassen. Die Hälften auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilen, jeweils mit einem Eßlöffel Olivenöl beträufeln und mit etwas Salz bestreuen. Je nach Kürbisgröße 30-50 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober- und Unterhitze) oder 160°C (Umluft) garen.

 

In der Zwischenzeit den Schinkenspeck fein würfeln, ebenso den Knoblauch und die Zwiebeln nach dem Pellen würfeln. Alles zusammen in einer großen Pfanne anschwitzen und etwas Farbe nehmen lassen. Mit Sahne und Milch angießen und aufkochen lassen. Zum Schluß mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken.

 

Den Käse grob reiben und die Kräuter fein schneiden.

 

Den garen Kürbis mit Hilfe einer Gabel aus der Schale lösen und zur Schinkenmasse geben. Zerzupfen in die einzelnen Fasern und mit der Soße vermischen. 

Den Käse über die Kürbiscabonara streuen und mit den Kräutern dekorieren.

Roter Krautsalat

1 Kopf Rotkohl

1 Zwiebel

150 ml Rapsöl

150 ml Himbeeressig

150 g Zucker

Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Den Rotkohl zuerst von den losen Außenblättern befreien und vierteln. Den Strunk entfernen und den Kohl sehr fein hobeln. Die Zwiebel ebenfalls pellen, halbieren und fein schneiden. Alles in eine Schüssel geben.

Essig, Öl und Zucker zusammen aufkochen und über die Kohl/Zwiebelmischung gießen. Vorsichtig salzen und pfeffern, anschließend alles miteinander verkneten.

Weißkohl- oder Spitzkohlsalat

1 Weißkohl oder Spitzkohl

1 Zwiebel

evtl. 2 - 3 Möhren

150 ml Rapsöl

150 ml Zitronenessig

120 - 150 g Zucker

Salz & Pfeffer

nach Geschmack Schnittlauch

Zubereitung:

Wie beim Roten Krautsalat beschrieben den Kohl vorbereiten und die Zwiebel ebenso.

Die Möhren in sehr feine Stifte schneiden.

Aus dem Öl, dem Essig und dem Zucker einen Sud kochen und über die Kohlmischung geben, etwas salz und Pfeffer dazu und alles gründlich durchkneten. Abschmecken und nach Geschmack mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Dieses Rezept hat bei uns für neun gute Esser gereicht. Nur zur Info, damit ihr hinterher nicht tagelang Nudeln mit Soße essen müsst...

Rindfleisch nach Bolognese Art

1700 g Rindfleisch z. B. aus der Brust

3 EL Rapsöl

1 gehäufter TL Salz

je 1 TL getrockneter Rosmarin, Thymian & Oregano

3 Lorbeerblätter

(alle Kräuter könnt ihr auch frisch aus unserem Bauerngarten verwenden)

4 Zwiebeln

3 Knoblauchzehen

150 ml Rotwein

200 g Knollensellerie

200 g Möhren

200 g Porree

500 ml Rinderbrühe, ersatzweise Wasser

800 g gehackte Tomaten aus der Dose ( im Sommer gerne frisch aus unserem Bauerngarten

Zubereitung:

Das Rindfleisch in ganz kleine Würfel schneiden.

Einen großen Bratentopf im Backofen auf 180°C erhitzen. Das Öl in den Topf geben, ebenso das Fleisch sowie das Salz und die Kräuter.

Nach einer Stunde die gewürfelten Zwiebeln und die gehackten Knoblauchzehen zugeben und umrühren. Eine weitere Stunde schmoren mit Deckel.

Dann das Gemüse, die heiße Brühe und die Tomaten zugeben und weitergaren. Nach weiteren anderthalb Stunden alles durchrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Evtl. etwas abbinden mit einem dunklen Soßenbinder und nicht den Parmesankäse (natürlich frisch gerieben) für oben drauf vergessen.

Wir essen dazu am liebsten hochwertige Nudeln von Direktvermarktern aus dem Umkreis.


Rinderbrühe - lecker und einfach!

3 kg Rinderknochen, z.B. Ochsenschwanz und Knochen mit weniger Fleischanteil, dazu einige Röhrenknochen

4,5 l kaltes Wasser

350 g Knollensellerie

100 g Petersilienwurzeln

350 g Porree

175 g Möhren

250 g Zwiebeln mit Schale

20 g Salz

1gehäufter TL schwarze Pfefferkörner

2 getrocknete Lorbeerblätter

5 Pimentkörner

1/2 TL gerebelter Thymian

Zubereitung:

Die küchenfertigen Knochen in einen großen Kochtopf geben, das kalte Wasser zugießen und alles einmal zum Kochen bringen. Die Hitze kleinstellen, damit die Brühe nur langsam simmert. Das Gemüse waschen und in walnussgroße Stücke schneiden. Gemeinsam mit den Gewürzen in den Kochtopf geben und alles zusammen ungefähr vier Stunden garen. Danach im Topf abkühlen lassen. Bei Bedarf die erkaltete Fettschicht mit einem Löffel oder einer Schaumkelle abnehmen. Einen Durchschlag mit einem Geschirrhandtuch auslegen, einen ausreichend großen Topf darunter stellen und die Brühe vorsichtig in das Sieb gießen. Anschließend verwenden oder portionsweise einfrieren. Das Fleisch von den Knochen absuchen und weiterverwenden, z.B. für einen leckeren Rindfleischsalat.